Vorträge & Lesungen
Die Empörungsfalle: Wie wir wieder streiten lernen
Quelle: Köln Open Data
Bus und Bahn, Parken, Barrierefreiheit
- Bus und Bahn
- Die Haltestelle Heumarkt mit den Stadtbahnlinien 1, 5, 7 und 9 sowie mehreren Buslinien liegt wenige Gehminuten vom Eingang an der Hohe Straße entfernt.
- Barrierefreiheit
- Der Eingangsbereich ist für Rollstuhlfahrende zugänglich und im Gebäude steht ein Personenaufzug zur Verfügung.
Über die Veranstaltung
Saba-Nur Cheema und Meron Mendel im Gespräch: Wie immer neue Empörung entsteht, wem sie nutzt und wie wir ihr entkommen
Unsere Zeit ist geprägt von permanenter Aufgeregtheit und reflexhafter Empörung. Statt sachlichem Austausch dominieren verhärtete Fronten und ideologische Echokammern, wodurch der öffentliche Diskurs seine demokratische Funktion verliert.
Saba-Nur Cheema und Meron Mendel bringen seit Jahren Menschen mit grundverschiedenen Ansichten ins Gespräch. Ihre Erfahrung zeigt: Nicht die Kontroverse ist das Problem unserer Gegenwart, sondern eine übersteigerte gesellschaftliche Sensibilisierung, die jede Differenz als Gefahr oder Verletzung erfährt. Boykottaufrufe, die Forderung nach Safe Spaces in öffentlichen Räumen und die Politisierung von Gefühlen verunmöglichen eine produktive Auseinandersetzung und untergraben das demokratische Miteinander.
Die Empörungsfalle zeigt eindrücklich, wie eine widerstandsfähige Debattenpraxis möglich bleibt – eine Kultur, die Konflikte aushält, Ambivalenzen zulässt und das Gegenüber als mündigen Gesprächspartner ernst nimmt. Sie ist ein Appell, die Öffentlichkeit nicht den Lautesten oder Empörtesten zu überlassen, sondern sie durch echten Austausch neu zu beleben.
Saba-Nur Cheema geboren 1987, wuchs in Frankfurt als Tochter pakistanischer Flüchtlinge auf. Die Politologin und promovierte Erziehungswissenschaftlerin forscht am Institut für Sozialforschung. Sie war Mitglied des Expertenkreises der Bundesregierung zu Muslimfeindlichkeit und ist Präsidiumsmitglied des Goethe-Instituts.
Meron Mendel, geboren 1976, wuchs in einem Kibbuz in Israel auf. Der Historiker ist Professor für Soziale Arbeit sowie Direktor der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt.
Anmeldung
Karten erhalten Sie im Vorverkauf über kölnticket. Restkarten gibt es gegebenenfalls an der Abendkasse.
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Veranstaltungsort
Interim Zentralbibliothek Köln