Kino & Film
Filmabend mit anschließendem Austausch
Quelle: SiteKit regional
Ort und Anreise
Frechen
Über die Veranstaltung
Kostenfreie Veranstaltung am 25. November im Lindentheater Frechen: Filmvorführung und Austausch mit Akteurinnen und Akteuren im Gewaltschutz aus dem Rhein-Erft-Kreis
Häusliche Gewalt findet häufig im Verborgenen statt. Hinter verschlossenen Türen, hinter scheinbar intakten Beziehungen und hinter Fassaden, die nach außen ein ganz anderes Bild vermitteln. Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen lädt der „Runde Tisch gegen Gewalt an Frauen und deren Kinder im Rhein-Erft-Kreis“ am Mittwoch, 25. November 2026, um 18:30 Uhr zu einer Filmvorführung mit anschließender Podiumsdiskussion ins Lindentheater Frechen (Lindenstraße 16, 50226 Frechen) ein. Der Eintritt ist frei.
Im Mittelpunkt des Abends steht der Dokumentarfilm „FASSADEN“ von Alina Cyranek, in dem Sandra Hüller die Geschichte einer Frau erzählt, die nach einer langjährigen gewalttätigen Beziehung den Ausbruch wagt. Der Film beleuchtet nicht nur die Erfahrungen der Betroffenen, sondern richtet den Blick auch auf gesellschaftliche und politische Strukturen, die Gewalt begünstigen oder Schutz erschweren können.
Die Zahlen sind alarmierend: Jede dritte Frau erlebt mindestens einmal in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Gewalt. Dennoch bleiben die Gewalt und das Leid der Betroffenen häufig unsichtbar – auch im eigenen Umfeld. Es kann die Kollegin sein, die Freundin, die Cousine oder ein Mensch, den man selbst gut zu kennen glaubt. „FASSADEN“ gibt diesen Erfahrungen Raum und macht sichtbar, was im Alltag oft unausgesprochen bleibt.
Die Geschichte des Films basiert auf vier realen Erfahrungsberichten, die zu einer Erzählung verdichtet wurden, um die Anonymität der betroffenen Frauen zu schützen. Die geschilderten Ereignisse haben sich tatsächlich zugetragen. Eindringlich zeigt der Film, welche Auswirkungen Gewalt in toxischen Beziehungen auf das Leben der Betroffenen hat, welche Machtstrukturen dahinterstehen und wie schwierig es sein kann, Hilfe zu finden und sich aus einer gewaltvollen Beziehung zu lösen.
Gemeinsam hinschauen, Fragen stellen, Hilfe sichtbar machen!
Im Anschluss an die Filmvorführung bietet eine Podiumsdiskussion die Gelegenheit, die angesprochenen Themen zu vertiefen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Expertinnen und Experten aus dem Rhein-Erft-Kreis, die beruflich mit Fällen häuslicher Gewalt befasst sind, geben Einblicke in ihre Arbeit, informieren über Unterstützungs- und Schutzmöglichkeiten und beantworten Fragen aus dem Publikum. Die Moderation übernehmen die Gleichstellungsbeauftragten des Rhein-Erft-Kreises und der Stadt Frechen.
Passend zur Thematik wird auch die Kampagne "NUR JA HEISST JA" der Frauenberatungsstelle Frauen helfen Frauen im Rhein-Erft-Kreis e.V. gezeigt.
Ziel der Veranstaltung ist es, für häusliche Gewalt zu sensibilisieren, Betroffenen eine Stimme zu geben und aufzuzeigen, wo Menschen Unterstützung finden können. Denn Gewalt gegen Frauen ist keine Privatsache, sondern eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, die Aufmerksamkeit, Haltung und gemeinsames Handeln erfordert.
Die Veranstaltung wird durch das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist kostenfrei. Ein Gläschen alkoholfreier Sekt oder Wasser ist inklusive. Um eine Anmeldung wird gebeten unter gleichstellungsstellerhein-erft-kreisde
Beginn18:30 UhrEinlass18:00 Uhr
Der Eintritt ist frei und ein Gläschen alkoholfreier Sekt / Wasser inklusive.
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